Schwerdonnerstag

Schwerdonnerstag 2010Am Schwerdonnerstag, der Altweiberfastnacht, erhalten alle Rheinländer einen gepfefferten Vorgeschmack auf die drei tollen Tage. Unsere Möhnen beherrschen dann ganz Mayen und legen (luft)-schlangenartig jeglichen Arbeitseifer lahm.

Spätestens um 11.11 Uhr fallen alle Schlipse auf dem Martplatz, die pfauenhaften Symbole der Männer, dem Scherenschnitt zum Opfer. Ein Trost: Die „Beschnittenen" werden von den Trophäenjägerinnen mit Küßchen und Schunkelwalzern versorgt.

Um 12.30 Uhr erfolgt in Mayen die historische Erstürmung der Federfuchserburg. Alle närrischen Korporationen treffen sich auf dem Marktplatz, um die Tollität zum Sieg zu verhelfen. Hier formieren sich die närrischen Truppen für den Sturmangriff. Der närrische Schlachtplan ist bereits ausgearbeitet. Die Prinzengarde schießt die Bastion der OB-Vasallen mit der Konfettikanone sturmreif. Gezielt wird über Kümmel und Doppelkorn gegen die channante geballte Kraft der Möhnen, die Geheimwaffe der Tollität, ist das Fußlappengeschwader der Nichtkarnevalisten machtlos.

Mit List und Tücke werden die närrischen Streitkräfte in die „gute Stube" der Stadt eindringen. Der OB und seine Mitstreiter sind gut beraten, wenn sie frühzeitig die weiße Friedensfahne schwenken, die Waffen strecken, die verstaubten Akten schließen und ein Fass aufmachen. Tollitätl, der volkstümliche Herrscher wird sich dann gnädig erweisen. Meckerer und Miesmacher haben jedoch für die tollen Tage eine Haftstrafe im Burgverlies zu erwarten.

 

ab 11:11 Uhr Schwerdonnerstagsparty mit Live-Musik auf dem Marktplatz

 ab 12:30 Uhr Rathauserstürmung durch die Tollität,  anschl. Buntes Narrentreiben mit Live-Musik

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